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Lautsprecher in A-Säule integrieren

Nach dem Vermessen der Lautsprecher wird mit einer Lochsäge ein entsprechend großer Kreis ausgeschnitten. Diesen in einer Größe wählen, dass hinterher mit kleinerem Durchmesser ein Loch eingebracht werden kann und noch genug Material stehen bleibt, um den Lautsprecher verschrauben zu können.

Danach alles glatt schleifen und ggf. die Ringe noch abrunden.

Nun zunächst die Ringe im Auto mit Heißkleber provisorisch befestigen, um eine vernünftige Ausrichtung auf den Fahrer vornehmen zu können. Später können die Ringe dann noch mit einer Schraube fixiert werden, was verhindert, dass sich diese bei den folgenden Arbeitsschritten wieder lösen.






Danach wird eine Damenstrumpfhose darüber gezogen, das hat den Vorteil, dass diese sich sehr gut um das Bauteil legt. Die Strumpfhose dann gut verspannen und auf der Rückseite befestigen. Der Kabelbinder dient nur dazu, dass der Stoff sich möglichst komplett auf die Vorderseite des Rings legt. Dieser wird nach der ersten Harzschicht wieder entfernt.


An dieser Stelle sei nur kurz erwähnt, dass ich mit dem Wechsel der Breitbänder auch andere Ringe verbauen musste. Deshalb dokumentieren die weiteren Bilder den Einbau der neuen Breitbänder mit passenden Ringen. Die vorherigen Schritte bleiben natürlich die selben.

Dann kommt die erste Harzschicht auf den Strumpf. Das Harz unbedingt nach den Vorgaben zusammenmischen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Ich arbeite z. B. mit einer Briefwaage. Diese ist bei den doch kleineren Mengen wirklich hilfreich, denn bei nur 2% Härterzugabe auf 30g Harz hilft eine normale Küchenwaage nicht wirklich weiter.

Auf den Bildern ist bereits ein zweiter Strumpf über die ausgehärtete erste Schicht gezogen und mit Harz bestrichen. Je nachdem, welche Wandstärke man erreichen will bzw. wie stabil das Konstrukt nach dem Aushärten ist, muss der Vorgang häufiger wiederholt werden.

Die sichtbaren Ringe bzw. Spuren kommen von den verwendeten Kabelbindern. Diese lassen sich jedoch hinterher wegschleifen und überspachteln.

Danach kann der Lautsprecherbereich frei gearbeitet werden. Dies funktioniert mit einem Dremel o.ä. sehr gut. Das Anschleifen für den Spachtel erleidgt man dann aber am besten von Hand, um nicht zu viel Material abzutragen. Hierbei lassen sich schon die ersten kleinen Unebenheiten entfernen, jedoch kann hier recht grob vorgegangen werden, da die folgende Spachtelmasse vieles ausbügelt.
Nun noch den Schleifstaub entfernen, um der Spachtelmasse guten Halt bieten zu können. Je nach Harz muss darauf geachtet werden, was man benutzt. Am besten an einer kleinen Probe testen, ob das Harz nicht angegriffen/angelöst wird. Ich habe z. B. Aceton verwendet, was die Oberfläche zusätzlich fettfrei macht. Wichtig: Vor dem Auftragen des Spachtels die Oberfläche trocknen lassen!

Nun kann die Spachtelmasse aufgetragen werden. Diese wieder entsprechend den Vorgaben anrühren und auf eine möglichst homogone Mischung der zwei Komponenten achten.

Die Masse möglichst blasenfrei auftragen. Ein glattes Endergebnis lässt sich meist erst nach mehreren Schleif- und Spachtelvorgängen erzielen, jedoch erspart einige Sorgfalt beim Auftragen der ersten Schicht einige Schleifarbeit.

Mit dem Dremel können dann die gröbsten Unebenheiten entfernt werden. Die gesamte Fläche schon möglichst eben schleifen.
Die zweite Schicht Spachtel kann nun wesentlich dünner aufgetragen werden. Hierbei besonders auf die Stellen achten, die noch uneben sind oder wo das GFK wieder durchgekommen ist.
Gleiches gilt für die Fahrerseite…
Diese Spachtelschicht wird natürlich auch geschliffen. Je nachdem, ob die Verkleidung später mit Stoff bezogen oder lackiert werden soll, kann dies schon der letzte Spachtel-Arbeitsgang sein. Der Bezugsstoff lässt natürlich die ganz kleinen Unebenheiten verschwinden. Meine Verkleidungen werden jedoch lackiert.
Sind die meisten Unebenheiten beseitigt, kommt der Feinspachtel zum Einsatz. Dieser soll jetzt die kleinsten Unebenheiten beseitigen und sein Schleif-Finish bildet einen optimalen Untergrund für die Grundierung. Mit dem Feinspachtel kann auch sehr sparsam umgegangen werden, da nun keine wirkliche Schichtdicke mehr erzielt werden muss. Es geht nur um die Oberfläche.
Gleiches gilt auch hier für die Beifahrerseite…
Dieser Arbeitsgang sollte so oft wiederholt werden, bis die Oberfläche komplett glatt ist. Nützlich sind Markierungen der Unebenheiten mit Bleistift. So vergisst man beim Spachteln keine Stelle, denn je nach Lichteinfall sind diese leicht zu übersehen.
Danach kann die Grundierung aufgebracht werden. Hierbei werden die Teile natürlich komplett grundiert, um der folgenden Lackierung auf dem gesamten Bauteil einen guten Untergrund zu bieten.
Dann können die A-Säulen lackiert werden.